Kriterienkatalog zur Beurteilung der Erosionsmodelle

Der Kriterienkatalog zum BebeR-Projekt kann nun im Forum für Projektakteure eingesehen werden. Ziel des Kriterienkatalogs ist es, die im Projekt verwendeten Methoden und Modelle unter ausgewählten Kriterien zu bewerten. Dazu werden auch andere Methoden hinzugezogen um eine Vergleichbarkeit der Methoden zu schaffen. Die Kriterien, über die im Werkstattgespräch am 09.01.2018 abgestimmt wurde, sind speziell nach den Anforderungen des BebeR-Projektes ausgewählt. Der Kriterienkatalog enthält die Beschreibung der Kriterien und der Methoden sowie auch die Bewertung der Modelle SMINF, ABAGis und Manning-Strickler.

Die Vorstellung des Kriterienkatalogs erfolgt mit dem nächsten Werkstattgespräch am 05.12.2018.

Handbücher zur theoretischen und praktischen Anwendung der Erosionsmodelle

Um das Erosionsverhalten der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu simulieren, kommen die Modelle SMINF und ABAGis zur Erosionsabschätzung auf landwirtschaftlichen Flächen und das Fließgewässererosionsmodell nach Manning-Strickler zur Anwendung. Eine Dokumentation dieser Modelle und eine kurze Anleitung, wie die Modelle anzuwenden sind, können nun im Methodenhandbuch nachgelesen werden. Der Fokus liegt hierbei auf der theoretischen Anwendung.

Download: Methodenhandbuch

Ergänzend zum Methodenhandbuch wird eine Praxisanleitung empfohlen. Hier werden die Modelle in praktische Zusammenhänge gesetzt und am Beispiel der Regionen Regenbeek und Vietzbach gezeigt, wie man die Erosionsursache und –größe eines Gebietes ermitteln kann und wie eine Szenarienbetrachtung bei der Entwicklung von Maßnahmen hilft.

Download: Praxisanleitung (folgt)

Erster Workshop zu den Erosionsmodellen „SMINF“ und „ABAGis“ am 28.03.2018

Der Workshop zur Einführung in zwei Modelle zur Abschätzung der Erosionsgefährdung konnte am 28.03.2018 im Umweltamt des Landkreises Mansfeld-Südharz in Eisleben (Lutherstadt) erfolgreich durchgeführt werden.

Der im Rahmen des Projektes BebeR stattgefundene Workshop hatte zum Ziel, die Teilnehmer in die Grundlagen und Handhabung des Oberflächenabflussmodells „SMINF“ und in das Erosionsmodell „ABAGis“ einzuführen. Dazu wurden kurze Präsentationen zum theoretischen Hintergrundwissen und zur Methodik vorgestellt. Als Gastdozentin konnte Frau Dr. A. Routschek (TU Bergakademie Freiberg) mit Ihrem Vortrag zum EROSION 3D und deren praktischen Anwendung (Titel: „Anwendung des Erosionsmodells EROSION 3D im Boden- und Gewässerschutz“) fachliches Knowhow an die Workshop-Teilnehmer weitergeben.

Nach der Erläuterung zu den Modellen erfolgten jeweils passende Übungen mit den Modellen. Das Modell zur Berechnung des Oberflächenabflusses „SMINF“ ist in der Lage, den Oberflächenabfluss aus einem Niederschlagsereignis zu bestimmen. Dazu wird weiterhin eine Einschätzung zur Erosionsgefährdung abgegeben. Das „SMINF“ wurde als eine Microsoft Excel Makro-Datei (Microsoft Version 2016 unter Windows) entwickelt, ältere Excel Versionen führen jedoch derzeit noch zu Problemen. Unter Version 2013 ist die Funktionsfähigkeit des „SMINF“, trotz kleinerer Fehlermeldungen und falscher Diagramme, gegeben, ältere Versionen sind jedoch nicht funktionsfähig. Es soll aus diesen Grund in Zukunft mehrere Varianten des „SMINF“-Modell (für Excel-Version 2013, 2010 und evtl. 2007) zur Verfügung gestellt werden. Für die Version 2016 kann das SMINF-Modell zur Berechnung von Oberflächenabfluss eingesetzt werden. Unter dem folgenden Link kann die Datei heruntergeladen werden:

SMINF-Modell

Das „ABAGis“ ist in der Lage, die Allgemeine Bodenabtragsgleichung (kurz ABAG) flächenbezogen zu berechnen. Somit kann die Erosionsgefährdung einer definierten Fläche oder eines Einzugsgebietes bestimmt werden. Das „ABAGis“ wurde unter dem frei verfügbarem Geoinformationssystem QGIS erstellt und funktioniert nur unter der Version QGIS-Version 2.18. („Las Palmas“). Mithilfe der Erosionswerkzeuge des „ABAGis“ können die einzelnen Faktoren aus der ABAG und das Ergebnis der ABAG, die mittlere jährliche Bodenerosionsmenge, berechnet werden. Die Werkzeuge wurden auf der Grundlage der DIN 19708:2005-02 erstellt. Die Erosionswerkzeuge erfordern jedoch ein Geländemodell (z.B. DGM), deren Verfügbarkeit derzeit relativ schwierig ist. Über eine Bereitstellung eines DGM wird daher noch diskutiert. Unter folgendem Link können die Erosionswerkzeuge des ABAGis heruntergeladen werden:

ABAGis Erosionswerkzeuge

Die zahlreichen Hinweise und Anmerkungen der Teilnehmer werden, soweit wie möglich, berücksichtigt. Weitere Hinweise, Anmerkungen oder Probleme können gerne per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder über das Forum (SMINF & ABAGis) dargelegt werden.

Die Präsentation von Frau Dr. Routschek und die Präsentation zum Workshop können unter dem nachfolgendem Link heruntergeladen werden:

Präsentation Dr. Routschek - Erosion 3D

Präsentation Workshop - HS Magdeburg-Stendal

Des Weiteren können Sie nachfolgend die Schulungsunterlagen in einer ausführlichen sowie Kurzfassung herunterladen:

Schulungsunterlagen

Schulungsunterlagen - Kurzfassung

Nachfolgend finden Sie Uebungsdateien zum Workshop:

Übungsdateien

Workshop SMINF & ABAGis

Jährliches Vernetzungstreffen der DAS-Projekte in Berlin

Am 05.-06. Juni 2018 fand das jährliche Vernetzungstreffen der Klimaanpassungsprojekte der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit in Berlin statt. Das Hauptaugenmerk des DAS-Förderprogramms ist es hierbei, die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen und Konzepten zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels voranzutreiben. Im Rahmen der jährlich stattfindenden Vernetzungstreffen bieten Workshops, Diskussionen und Präsentationen allerhand Anregungen für die Entwicklung und Bearbeitung der eigenen Projekt.

Auch in diesem Jahr gab es die Möglichkeit sich mit Kommunal Vertretern, Wissenschaftlern und weiteren Akteuren, aus den zahlreichen vom BMU geförderten DAS-Projekten, auszutauschen. In Diskussionsrunden in Kleingruppen, den sogenannten "Thementischen", wurde aus zuvor gewählten Themengebieten, über die Umsetzungen in den eigenen Projekten sowie vordringlich die dabei entstandenen Problemstellungen und individuellen Lösungsansätze, diskutiert. Insbesondere Regionale Unterschiede sowie die differenzierten Projektarten halfen dabei, neue Denkanstöße bei der Erarbeitung von Lösungsansätzen zu finden. Im Zuge einer Poster Ausstellung konnte auch das BebeR-Projekt seinen aktuellen Stand sowie die laufenden Aktivitäten den Teilnehmern präsentieren.

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2. Werkstattgespräch im Projekt BebeR am 09.01.2018

Am 09.01.2018  fand im Umweltamt des Landkreises Mansfeld-Südharz in Eisleben das 2. Werkstattgespräch im Rahmen des Projektes BebeR statt.

In kurzen Präsentationen der Hochschule Harz  sowie der Hochschule Magdeburg-Stendal wurden eingangs die Überarbeitungen am Kartensystem präsentiert, welche nach einer weiteren Revision zeitnah in die online Webseite integriert werden. Hinweise zu ergänzenden Grundlagendaten sowie Kartenmaterial werden zunächst auf Ihre Verfügbarkeit sowie Integrationsmöglichkeiten geprüft und sollen im Anschluss der stetigen Verbesserung des Kartensystems dienen. Weiterhin wurde den Akteuren vor Ort das Forensystem zur Diskussion von Maßnahmen sowie ergänzenden Hinweisen und Anregungen erläutert und um eine häufigere Nutzung und rege Diskussion gebeten. Erzielte Ergebnisse sowie vorgetragene Hinweise aus den Werkstattgesprächen werden im internen Projektforum hinterlegt, so dass alle Akteure sich zum aktuellen Stand des Projektes äußern können.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt umfasste den Entwurf des Kriterienkatalogs zur Auswahl eines Erosionsmodells für die Anwendung bei kommunalen Planungen. Im Rahmen des Werkstattgespräches wurde dessen Zweck erläutert. Rückfragen, zu Anforderungen an den Katalog sowie Modellergebnisse, die Anwender und erwartete Vorkenntnisse wurden gestellt und diskutiert. Weiterhin fand eine Darstellung der im Rahmen der Vor-Ort-Begehung ermittelten Problembereiche am Vietzbach statt. Thematisiert wurden sowohl die massiven Uferabbrüche bei Annarode (nahe der Kläranlage) sowie das etwa zur Hälfte mit Sediment gefüllte und somit quasi verlandete Kleinspeicherbecken. Dessen ebenfalls verlandetes, vorgeschaltetes Absetzbecken, das bereits als Biotop ausgewiesen wurde, stand ebenfalls zur Disskusion.

Die Präsentation zur Veranstaltung kann dem nachfolgenden Link entnommen und heruntergeladen werden.

- Präsentation 2. Werkstattgespräch

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