Erster Workshop zu den Erosionsmodellen „SMINF“ und „ABAGis“ am 28.03.2018

Der Workshop zur Einführung in zwei Modelle zur Abschätzung der Erosionsgefährdung konnte am 28.03.2018 im Umweltamt des Landkreises Mansfeld-Südharz in Eisleben (Lutherstadt) erfolgreich durchgeführt werden.

Der im Rahmen des Projektes BebeR stattgefundene Workshop hatte zum Ziel, die Teilnehmer in die Grundlagen und Handhabung des Oberflächenabflussmodells „SMINF“ und in das Erosionsmodell „ABAGis“ einzuführen. Dazu wurden kurze Präsentationen zum theoretischen Hintergrundwissen und zur Methodik vorgestellt. Als Gastdozentin konnte Frau Dr. A. Routschek (TU Bergakademie Freiberg) mit Ihrem Vortrag zum EROSION 3D und deren praktischen Anwendung (Titel: „Anwendung des Erosionsmodells EROSION 3D im Boden- und Gewässerschutz“) fachliches Knowhow an die Workshop-Teilnehmer weitergeben.

Nach der Erläuterung zu den Modellen erfolgten jeweils passende Übungen mit den Modellen. Das Modell zur Berechnung des Oberflächenabflusses „SMINF“ ist in der Lage, den Oberflächenabfluss aus einem Niederschlagsereignis zu bestimmen. Dazu wird weiterhin eine Einschätzung zur Erosionsgefährdung abgegeben. Das „SMINF“ wurde als eine Microsoft Excel Makro-Datei (Microsoft Version 2016 unter Windows) entwickelt, ältere Excel Versionen führen jedoch derzeit noch zu Problemen. Unter Version 2013 ist die Funktionsfähigkeit des „SMINF“, trotz kleinerer Fehlermeldungen und falscher Diagramme, gegeben, ältere Versionen sind jedoch nicht funktionsfähig. Es soll aus diesen Grund in Zukunft mehrere Varianten des „SMINF“-Modell (für Excel-Version 2013, 2010 und evtl. 2007) zur Verfügung gestellt werden. Für die Version 2016 kann das SMINF-Modell zur Berechnung von Oberflächenabfluss eingesetzt werden. Unter dem folgenden Link kann die Datei heruntergeladen werden:

SMINF-Modell

Das „ABAGis“ ist in der Lage, die Allgemeine Bodenabtragsgleichung (kurz ABAG) flächenbezogen zu berechnen. Somit kann die Erosionsgefährdung einer definierten Fläche oder eines Einzugsgebietes bestimmt werden. Das „ABAGis“ wurde unter dem frei verfügbarem Geoinformationssystem QGIS erstellt und funktioniert nur unter der Version QGIS-Version 2.18. („Las Palmas“). Mithilfe der Erosionswerkzeuge des „ABAGis“ können die einzelnen Faktoren aus der ABAG und das Ergebnis der ABAG, die mittlere jährliche Bodenerosionsmenge, berechnet werden. Die Werkzeuge wurden auf der Grundlage der DIN 19708:2005-02 erstellt. Die Erosionswerkzeuge erfordern jedoch ein Geländemodell (z.B. DGM), deren Verfügbarkeit derzeit relativ schwierig ist. Über eine Bereitstellung eines DGM wird daher noch diskutiert. Unter folgendem Link können die Erosionswerkzeuge des ABAGis heruntergeladen werden:

ABAGis Erosionswerkzeuge

Die zahlreichen Hinweise und Anmerkungen der Teilnehmer werden, soweit wie möglich, berücksichtigt. Weitere Hinweise, Anmerkungen oder Probleme können gerne per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder über das Forum (SMINF & ABAGis) dargelegt werden.

Die Präsentation von Frau Dr. Routschek und die Präsentation zum Workshop können unter dem nachfolgendem Link heruntergeladen werden:

Präsentation Dr. Routschek - Erosion 3D

Präsentation Workshop - HS Magdeburg-Stendal

Des Weiteren können Sie nachfolgend die Schulungsunterlagen in einer ausführlichen sowie Kurzfassung herunterladen:

Schulungsunterlagen

Schulungsunterlagen - Kurzfassung

Nachfolgend finden Sie Uebungsdateien zum Workshop:

Übungsdateien

Workshop SMINF & ABAGis

2. Werkstattgespräch im Projekt BebeR am 09.01.2018

Am 09.01.2018  fand im Umweltamt des Landkreises Mansfeld-Südharz in Eisleben das 2. Werkstattgespräch im Rahmen des Projektes BebeR statt.

In kurzen Präsentationen der Hochschule Harz  sowie der Hochschule Magdeburg-Stendal wurden eingangs die Überarbeitungen am Kartensystem präsentiert, welche nach einer weiteren Revision zeitnah in die online Webseite integriert werden. Hinweise zu ergänzenden Grundlagendaten sowie Kartenmaterial werden zunächst auf Ihre Verfügbarkeit sowie Integrationsmöglichkeiten geprüft und sollen im Anschluss der stetigen Verbesserung des Kartensystems dienen. Weiterhin wurde den Akteuren vor Ort das Forensystem zur Diskussion von Maßnahmen sowie ergänzenden Hinweisen und Anregungen erläutert und um eine häufigere Nutzung und rege Diskussion gebeten. Erzielte Ergebnisse sowie vorgetragene Hinweise aus den Werkstattgesprächen werden im internen Projektforum hinterlegt, so dass alle Akteure sich zum aktuellen Stand des Projektes äußern können.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt umfasste den Entwurf des Kriterienkatalogs zur Auswahl eines Erosionsmodells für die Anwendung bei kommunalen Planungen. Im Rahmen des Werkstattgespräches wurde dessen Zweck erläutert. Rückfragen, zu Anforderungen an den Katalog sowie Modellergebnisse, die Anwender und erwartete Vorkenntnisse wurden gestellt und diskutiert. Weiterhin fand eine Darstellung der im Rahmen der Vor-Ort-Begehung ermittelten Problembereiche am Vietzbach statt. Thematisiert wurden sowohl die massiven Uferabbrüche bei Annarode (nahe der Kläranlage) sowie das etwa zur Hälfte mit Sediment gefüllte und somit quasi verlandete Kleinspeicherbecken. Dessen ebenfalls verlandetes, vorgeschaltetes Absetzbecken, das bereits als Biotop ausgewiesen wurde, stand ebenfalls zur Disskusion.

Die Präsentation zur Veranstaltung kann dem nachfolgenden Link entnommen und heruntergeladen werden.

- Präsentation 2. Werkstattgespräch

Auftaktveranstaltung Projekt BebeR am 22.02.2017

 

Am 22.02.2017 fand im Umweltamt des Landkreises Mansfeld-Südharz die Auftaktveranstaltung zum erfolgreich gestarteten Projekt BebeR statt. Zahlreiche kommunale Vertreter des Landkreises Mansfeld-Südharz sowie Vertreter verschiedenster Institutionen des Landes Sachsen-Anhalt waren dem Aufruf mit großem Interesse gefolgt. In einer kurzen Präsentationen der Hochschule Harz  wurden zunächst die Projektziele, der Zeitplan sowie die geplante Vorgehensweise erläutert. Anschließend gab Frau Köhn von der Hochschule Magdeburg-Stendal einen kurzen Einblick in die geplante Herangehensweise zur GIS-gestützten Erosionseinschätzung im Projekt, welche auf der Entwicklung einer leicht zuhandhabenden Anwendung der Allgemeinen Bodenabtragsgleichung (ABAG) in den vor Ort eingesetzten kommunalen Geoinformationssystem-Lösungen beruhen soll. Ein kleiner Ausblick auf die u. a. zu erzielenden Simulationsergebnisse zum Bodenabtrag sowie ein Hinweis auf aktuelle Zukunftsprojektionen im Bezug auf die Niederschlagsverteilung im Land Sachsen-Anhalt rundeten diesen Vortrag ab. In einer anschließenden Diskussion wurde über die Bereitstellung projektrelvanter Geodaten und Informationen in Form einer Umfrage gesprochen. Die Bildung von Arbeitsgruppen für beide Untersuchungsgebiete (Regenbeek und Vietzbach) sowie anstehende Termine des Projektes BebeR wurden ebenso erörtert. Nachfolgend finden Sie die hierbei gehaltenen Präsentationen, die Umfrage zu projektrelavanten Geoinformationen sowie zum Kenntnisstand bezogen auf Geoinformationssysteme (GIS), Geo-Web-Services und Geo-Datenformate zum Download.

Teilnehmer Auftaktveranstaltung BebeR am 22.02.2017

- Präsentation Hochschule Harz

- Präsentation Hochschule Magdeburg-Stendal

- Um- bzw. Abfrage projektrelavante (Geo)Informationen und Kenntnisstand zu GIS, Web-Services und Datenformate

1. Werkstattgespräch im Projekt BebeR am 23.05.2017

 

Am 23.05.2017  fand im Umweltamt des Landkreises Mansfeld-Südharz das 1. Werkstattgespräch im Rahmen des Projektes BebeR statt. Im Zuge der im Rahmen der Auftaktveranstaltung gebildeten Arbeitsgemeinschaften für die modellhaften Planungsgebiete (Gewässereinzugsgebiet "Regenbeek" und "Vietzbach") repräsentativ für Flächen- und Gewässerbetterosion, folgten zahlreiche kommunale Vertreter des Landkreises Mansfeld-Südharz dem Veranstaltungsaufruf mit großem Interesse.

In einer kurzen Präsentationen der Hochschule Harz  sowie der Hochschule Magdeburg-Stendal wurde zunächst der aktuelle Stand der projektrelevanten Datenbereitstellung dargestellt.Im Anschluss wurde sich der Kernthematik zur gemeinsamen Erarbeitung von Lösungsvorschlägen zur Minderung der Erosion in den betroffenen Untersuchungsgebieten gewidmet. Erörtert wurden hierbei die eigentlichen Ziele der Werkstattgespräche, welche sich in die Thematiken Maßnahmenentwicklung sowie Maßnahmenbewertung unterteilen lassen, sowie der aktuelle Erkenntnisstand der Voruntersuchungen. In einem gemeinsamen Gesprächsaustausch aller Akteure wurde im Anschluss über die einzelnen Maßnahmen am Gewässereinzugsgebiet Regenbeek beraten und sowohl die Vorzüge wie auch die Nachteile, beispielsweise Umsetzungshindernisse, diskutiert. Eine vergleichbare Voruntersuchung zu den Ursachen sowie möglicher Maßnahmen für das Gewässereinzugsgebiet Vietzbach wurde ebenso beraten.

Als Diskussionsgrundlage für weitere Beratungen zu einzelnen Maßnahmen sowie allgemeinen Aspekten der Untersuchungsgebiete wurde das hierzu ausgearbeitete Forensystem auf der Projektwebseite www. klimpass.de vorgestellt und erläutert. Entsprechende Zugangsdaten für das projektinterne Forum, werden den ausgewählten Akteuren zeitnah übersandt. Des Weiteren erfolgte ein kurzer Ausblick auf geplante Änderungen und Erweiterungen des interaktiven Vulnerabilitätskartensystems. Die Präsentation zur Veranstaltung kann dem nachfolgenden Link entnommen und heruntergeladen werden.

- Präsentation 1. Werkstattgespräch

 

Start des neuen Projektes "BebeR" ist erfolgt!

 

Das gemeinsame Projekt der Hochschule Magdeburg-Stendal (vertreten durch Herrn Prof. Dr. habil. Frido Reinstorf) und der Hochschule Harz (vertreten durch Frau Prof. Dr. Andrea Heilmann) "Bodenerosionsminderung in bergigen Regionen am Beispiel des Landkreises Mansfeld-Südharz (BebeR)", ist erfolgreich gestartet. Das Projekt BebeR wird hierbei im Förderprogramm "Anpassung an den Klimawandel" mit dem Förderschwerpunkt 3 "Kommunale Leuchtturmvorhaben" vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit unter dem Förderkennzeichen: 03DAS097A bzw. 03DAS097B  und einer Projektlaufzeit vom 01.01.2017 31.12.2019 gefördert. Weitere Information zum Förderprogramm und dem Förderschwerpunkt 3 erhalten Sie unter folgenden Verlinkungen:

http://www.bmub.bund.de/themen/klima-energie/klimaschutz/anpassung-an-den-klimawandel/

http://www.ptj.de/folgen-klimawandel

Im Detail gilt es im Projekt in den kommenden 3 Jahren zu demonstrieren, wie ein Planungs- und Abwägungsprozess zur Minderung der Bodenerosion mit Berücksichtigung des Klimawandels und unter Einbeziehung unterschiedlicher Akteursgruppen (Kommune, Bevölkerung, Landwirtschaft, Naturschutz) im vorrangig ländlichen Raum in einer Region erfolgen kann. Als modelhafte Planungsgebiete sind zwei Gewässereinzugsgebiete repräsentativ für Flächen- und Gewässerbetterosion des Landkreises Mansfeld-Südharz ausgewählt worden, sodass die Projektergebnisse auf das gesamte Kreisgebiet sowie weitere bergige Regionen (Mittelgebirge und Gebirgsvorländer) in Deutschland übertragbar sind.