Ziel des Projektes ist es zu demonstrieren, wie ein Planungs- und Abwägungsprozess zur Minderung der Bodenerosion mit Berücksichtigung des Klimawandels und unter Einbeziehung unterschiedlicher Akteursgruppen (Kommune, Bevölkerung, Landwirtschaft, Naturschutz) im vorrangig ländlichen Raum in einer bergigen Region erfolgen kann. Als modellhafte Planungsgebiete sind zwei Gewässereinzugsgebiete repräsentativ für Flächen- und Gewässerbetterosion des Landkreises Mansfeld-Südharz ausgewählt worden, sodass die Projektergebnisse auf das gesamte Kreisgebiet sowie weitere bergige Regionen (Mittelgebierge und Gebirgsvorländer) in Deutschland übertragbar sind. Die Untersuchung des aktuellen und zukünftigen Erosionsverhaltens soll durch modellgestützte Simulationen und anhand von Szenarioberechnungen mit Klimaprojektionsdaten vorgenommen werden. Um die Planungsansätze für kommunale Akteure zu vereinfachen, soll eine Methode zur stufenweisen Abschätzung der Erosion unter Berücksichtigung der klimatischen Veränderungen entwickelt und die Akteure zur Nutzung dieser Methodik befähigt werden. Auf dieser Grundlage sollen Anpassungsmaßnahmen, die zur Minderung der Erosion beitragen in Zusammenarbeit der Akteure entworfen und bewertet werden. Dabei stehen insbesondere die unterschiedlichen Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten der Ober- und Unterlieger sowie der Landbewirtschafter an einem Gewässer im Fokus, die in einem Gesamtkonzept münden. Die Vernetzung zwischen Praxis und Wissenschaft erfolgt über regelmäßige Workshops. Die Ergebnisse werden als Downloadversion für interessierte Kommunalpolitiker und Verwaltungsmitarbeiter bereitgestellt.

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Förderkennzeichen: 03DAS097AB
Förderschwerpunkt:
Kommunale Leuchtturmvorhaben sowie Aufbau von lokalen und regionalen Kooperationen (Förderschwerpunkt 3)
Partner: Hochschule Magdeburg-Stendal
Laufzeit: 01.01.2017 – 31.12.2017